In der Welt des Cannabisanbaus spielt die Lichtqualität eine entscheidende Rolle. Eine der größten Herausforderungen für Anbauer, sowohl Anfänger als auch Profis, besteht darin, die richtige Lichtmenge und -intensität für ihre Pflanzen sicherzustellen. Hierbei sticht eine Frage oft hervor: Wie kann man Lux in PPFD (Photosynthetische Photonenflussdichte) umrechnen und warum ist dies wichtig?
Des Weiteren ist es für Anbauer unerlässlich, die Nuancen der Lichtintensität zu verstehen. Fehler in der Lichtmessung können zu suboptimalen Wachstumsbedingungen führen und den Ertrag beeinträchtigen. Ein fundiertes Wissen über Lichtmessmethoden und deren Anwendung kann den Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer herausragenden Ernte bedeuten.
In diesem Artikel beleuchten wir die Bedeutung von Lux und PPFD, wie man zwischen diesen Einheiten umrechnet und welchen Einfluss das auf den Cannabisanbau hat. Blimburnseeds.de ist bestrebt, Anbauern das nötige Wissen zu vermitteln, um robuste Pflanzen und beeindruckende Erträge zu erzielen. Lass uns tiefer in die Materie eintauchen.
Lux vs. PPFD: Was ist der Unterschied?
Was ist Lux?
Lux misst die Helligkeit, die das menschliche Auge von einer Lichtquelle wahrnimmt. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter. Bei der Betrachtung von Straßen- oder Raumbeleuchtung ist Lux eine nützliche Messgröße, da sie berücksichtigt, wie angenehm oder hell das Licht für die menschliche Sicht ist.
Nicht alle Lichtquellen werden gleichermaßen vom Auge wahrgenommen. Während Lux eine auf den menschlichen Sehsinn abgestimmte Maßnahme ist, kann es die Effizienz einer Lichtquelle im Hinblick auf Pflanzenwachstum nur eingeschränkt beurteilen. Daher ist es für den Cannabisanbau notwendig, sich auf spezifische Messtechniken für Pflanzen zu stützen.
Was ist PPFD?
PPFD dagegen beschreibt die Anzahl der photosynthetisch aktiven Photonen (PAR), die pro Sekunde auf eine bestimmte Fläche (meist ein Quadratmeter) treffen. Diese Messung ist entscheidend für Pflanzen, da sie die Lichtmenge angibt, die für die Photosynthese zur Verfügung steht. Während Lux mehr für den menschlichen Gebrauch relevant ist, zählt PPFD im Pflanzenlichtmanagement.
Auf eine genaue und konsistente PPFD-Zahl zu achten, ermöglicht es Anbauern, den größten Nutzen aus ihrem Lichtsystem zu ziehen. Es gibt spezielle Beleuchtungseinheiten, deren primäres Ziel es ist, optimale PPFD-Werte für die verschiedenen Wachstumsphasen von Pflanzen zu gewährleisten.

Warum ist die Umrechnung wichtig?
Im Cannabisanbau wird oft mit künstlicher Beleuchtung gearbeitet. Diese Lampen, wie LED, CMH oder HID, geben ihre Leistung häufig in Lumens, ein Maß, das in Lux umgerechnet werden kann, an. Um festzustellen, wie viel dieses Licht zur Photosynthese beiträgt, müssen wir jedoch letztlich PPFD messen oder umrechnen. Für ein erfolgreiches Pflanzenwachstum ist es daher von Bedeutung, den Unterschied zwischen diesen beiden Maßeinheiten zu verstehen und korrekt anzuwenden.
Ein weiterer Vorteil der korrekten Umrechnung ist die Energieeffizienz. Indem man die Lichter exakt für den Bedarf der Pflanzen justiert, kann man sowohl Stromkosten reduzieren als auch den Ertrag optimieren. Bei steigenden Energiekosten ist es besonders wichtig, die Balance zwischen Lichtversorgung und Energieverbrauch zu finden.
Darüber hinaus ermöglicht eine präzise Lichtsteuerung eine nahtlose Anpassung der Lichtintensität über die Lebensspanne der Pflanze hinweg. Damit stellt man sicher, dass die Lichtbedingungen stets optimal auf das Wachstum und die spezifischen Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt sind.
Lux in PPFD umrechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Bestimme die Lichtquelle
Zuerst musst du wissen, mit welchem Lampentyp du arbeitest (LED, HPS, etc.). Der Typ beeinflusst den Umrechnungsfaktor zwischen Lux und PPFD, da verschiedene Lampen unterschiedliche Spektren und Effizienzen aufweisen.
Jedem Lampentyp sind spezifische Eigenschaften zugeordnet, die sich auf das Pflanzenwachstum auswirken. Die Kenntnis über die Spektraleffizienz deiner Lichtquelle gibt dir den notwendigen Kontext, um Änderungen vorzunehmen und das Beste aus deinem Anbausystem herauszuholen.
2. Messung in Lux
Verwende ein Luxmeter, um die Lichtstärke an der gewünschten Stelle deiner Wachstumsumgebung zu messen. Achte darauf, das Gerät zu kalibrieren und direkte Lichtquellen nicht zu blockieren.
Das präzise Kalibrieren und die korrekte Handhabung des Luxmeters sind entscheidend, um genaue und zuverlässige Messungen zu erhalten. Regelmäßige Überprüfungen und Kalibrierungen sollten Teil eines routinemäßigen Wartungsplans für jeden Anbauer sein.

3. Umrechnen in PPFD
Ein allgemeiner Umrechnungsfaktor für LED-Leuchten liegt etwa bei 0,013-0,02 (je nach realistischer Maßgabe kann dies variieren). Das bedeutet, dass du den Lux-Wert mit diesem Faktor multiplizierst, um den PPFD-Wert zu erhalten:
PPFD = Lux × Umrechnungsfaktor
Werden beispielsweise 50000 Lux bei einer typischen LED-Leuchte gemessen, ergibt das:
PPFD = 50000 × 0,02 = 1000 μmol/m²/s
Dies ist eine solide PPFD-Zahl, die für verschiedene Wachstumsphasen geeignet ist.
Gerade bei der Auswahl und Anpassung der Beleuchtungssysteme kann die Kenntnis über den richtigen Umrechnungsfaktor zwischen den Einheiten ausschlaggebend für den Erfolg oder Misserfolg einer Ernte sein.
4. Anpassungen machen
Berücksichtige die spezifischen Bedürfnisse deiner Cannabissorte und den Pflanzenzyklus. Jüngere Pflanzen benötigen weniger Licht als in der Blütephase, in der hohe PPFD-Werte entscheidend sind, um den Maximaleintrag an Energie sicherzustellen.
Indem du die Lichtintensität auf die jeweilige Wachstumsphase abstimmst, optimierst du die Produktionsprozesse deiner Pflanzen. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die Pflanzen genau die richtige Lichtmenge erhalten, die sie für ihr optimales Wachstum benötigen.
Tabellen zur Veranschaulichung
Lampentyp | Umrechnungsfaktor (durchschnittlich) | Optimale PPFD für Vegetative Phase | Optimale PPFD für Blüte |
LED | 0,015 – 0,022 | 400-600 μmol/m²/s | 800-1000 μmol/m²/s |
HPS | 0,012 – 0,018 | 300-500 μmol/m²/s | 600-900 μmol/m²/s |
MH | 0,010 – 0,016 | 400-600 μmol/m²/s | 800-1000 μmol/m²/s |

Hinweis: Diese Faktoren sind Richtwerte und können je nach Spektrum und Qualität der jeweiligen Lichtquelle variieren. Achte auf spezifische Herstellerangaben.
Diese Tabelle bietet eine sofortige Übersicht, welche Art von Lichtlösungen und PPFD-Werten für die verschiedenen Phasen des Pflanzenzyklus angemessen sind.
Eine Orientierung an solchen Tabellen ermöglicht es Anbauern, in eine wissenschaftlich fundierte Vorgehensweise zu investieren, die den Ertrag und die Qualität ihrer Erzeugnisse maximiert.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollte ich Lux in PPFD umrechnen?
Die Umrechnung ermöglicht es dir, die Effizienz deiner Beleuchtung für das Pflanzenwachstum zu verstehen, indem du die benötigte Lichtmenge für die Photosynthese misst.
Eine fundierte Lichtstrategie kann entscheidend dazu beitragen, die Qualität der Blüten zu verbessern, indem sichergestellt wird, dass die Pflanzen in allen Lebensphasen die idealen Bedingungen vorfinden.
Kann ich die Umrechnung ohne Luxmeter durchführen?
Ein Luxmeter ist ein wichtiges Werkzeug zur genauen Messung. Ohne präzise Werte basieren Kalkulationen nur auf Schätzungen, die nicht die benötigte Genauigkeit für optimiertes Wachstum bieten.
Technologische Entwicklungen haben Luxmeter zugänglicher gemacht, was dazu beiträgt, dass genauere Lichtmessungen einfacher und erschwinglicher werden.
Welcher PPFD-Wert ist ideal für Cannabispflanzen?
In der vegetativen Phase sollten die Werte zwischen 400-600 μmol/m²/s liegen. Während der Blütephase sind 800-1000 μmol/m²/s empfehlenswert. Die genaue Wahl hängt von der spezifischen Cannabissorte und ihren Anforderungen ab.
Die Kenntnis der idealen PPFD-Werte gibt Anbauern die Möglichkeit, die Lichtbedingungen fein abzustimmen und die inneren Prozesse der Pflanzen zu optimieren.
Beeinflusst Spektrum oder Intensität den Umrechnungsprozess?
Ja, verschiedene Lampenarten und deren Spektren beeinflussen die Menge des nutzbaren Lichts und daher auch den exakten Umrechnungsfaktor von Lux zu PPFD.
Durch Anpassungen der Lichtintensität entsprechend dem Spektrum der einzelnen Lampentypen, maximieren fortgeschrittene Anbauer ihren Ertrag, indem sie die Photosyntheseprozesse in jeder Wachstumsphase in vollem Umfang unterstützen.